Kampot – Wo der Pfeffer wächst!

Für die Fahrt von Phnom Penh nach Kampot hatten wir einen “privaten“ Minibus, denn wir waren nur 4 Passagiere (inklusive Seppel, Tamara und mir). Also hieß es Sitze hinterklappen und eine bequeme Schlafposition einnehmen.
Angekommen in Kampot gingen wir zu unserer Unterkunft “Kampot Pie und Icecream Palace“. Den Tipp hatten wir von Boris und Vroni bekommen. Das Zimmer war zwar sehr klein (deshalb sind wir nach 2 Tagen doch nochmal umgezogen), aber dafür gab es ganz leckeren Kuchen und es duftete herrlich. Leider konnte ich nix davon riechen, da ich schon seit Phnom Penh ziemlichen Schnupfen hatte :-(.

Kampot liegt am gleichnamigen Kampot River und ist bekannt für seine Pfefferplantagen, die Durian-Frucht (auch Stinkefrucht genannt, weil sie ziemlich unangenehm riecht) und Salzfelder. Der Pfeffer aus Kampot ist Kambodscha´s einzigstes Lebensmittel, das weltweit exportiert wird.

Mopedausflug zur Bokor Hill Station (13. April 2013)

Am nächsten Tag sind wir mit dem Moped zur Bokor Hill Station gefahren. Die Bokor Hill Station liegt 40km entfernt auf einem 1200m hohen Berg. Die Franzosen haben sich dort in den 20er Jahren einen “Rückzugsort” errichtet um der Hitze zu entfliehen.

Zum Berg hinauf führt eine kurvige Straße. Die Strasse ist aber eine der besten in Kambodscha, da das gesamte Gelände von einem Investor gekauft wurde und in den nächsten Jahren dort ein Freizeit-Resort entstehen soll. Ein riesiges Casino und ein Hotel wurden gerade erst fertiggestellt.

Das faszinierende an der Bokor Hill Station sind aber die noch erhaltenen alten und verlassenen Gebäude und der Blick auf den am Fuße des Berges liegenden Dschungel, die Küste und das Meer.

Das alte Hotel hat uns schon sehr beeindruckt, da man durch das gesamte verwinkelte Gebäude laufen kann. Leider hat es seinen reizvollen Charme doch verloren, da es im letzten Jahr renoviert wurde. Die geisterhafte und geheimnisvolle Atmosphäre kann man aber noch erahnen, vor allem wenn Nebelschwaden aufziehen und das Hotel einhüllen.

Bei uns zogen am späten Nachmittag aber dicke Wolken auf und es begann heftig zu regnen. Wir warteten in dem Hotel und wollten uns wieder auf den Heimweg machen wenn der Regen aufhörte oder nachließ. Da wir aber bis zu unser Unterkunft mindestens eine Stunde benötigten und es bald zu dämmern anfing, machten wir uns im strömenden Regen auf den Weg. Zum Glück hatten wir aber einen Regenponcho dabei, in den wir ein zweites Kopfloch schnitten, so dass wir beide drunter passten. Auf dem Rückweg wechselten sich dichter Nebel und starke Regenschauer ab. Kurz vor unserer Unterkunft war die Straße fast knietief überschwemmt und unser Motor gab auf. Aber es waren zum Glück nur noch einige Meter und Seppel schob das Moped durch das Wasser bis zum Gästehaus. Pitschenass freuten wir uns auf die heiße Dusche.

Radtour durch Kampot (14. April 2013)

Der Ort Kampot und vor allem die Uferpromenade sind wirklich schön und vom Flussufer hat man einen guten Blick auf die Berge. In den Straßen sieht man noch viele Häuser aus der französischen Kolonialzeit. Von einem australischen Auswanderer erfuhren wir, dass der Ort erst renoviert und verschönert wurde, da ein Besuch des Ministerpräsidenten bevorstand.

Mit dem Fahrrad haben wir den kleinen Ort erkundet und uns seine “Sehenswürdigkeiten”, die alte französische Brücke, das alte Kino, das Gefängnis und die Durian- und die Salzhersteller-Statue angeschaut.
In Kampot war es sehr ruhig, das lag daran, das gerade kambodschanisches Neujahr war. Viele Kambodschaner fahren dann zu ihren Familien. Vom Fest selbst haben wir nichts mitbekommen außer das viele Geschäfte, Restaurants und auch Gästehäuser geschlossen waren. In anderen Orten, vor allem auch in Thailand, wird das Neujahr kräftig gefeiert.

Zu den Salzfeldern (15. April 2013)

Heute gab es ein Wiedersehen mit Britney, Joyce und Cliff. Zusammen machten wir eine Radtour zu den Salzfeldern rund um Kampot. Über ziemlich bucklige und schlammige Feldwege ging es vorbei an Wasserbüffeln, Salzlagern und mit Wasser gefüllten Salzfeldern soweit das Auge reichte. Der Ausblick war wirklich schön. Die Einheimischen riefen uns ständig „Hello“ entgegen und einige Kinder schenkten uns Blumen.

Abends hatten wir noch ein Abschiedsessen, denn nun trennten sich die Wege von liebgewonnen Freunden: Joyce, Cliff und Britney reisten weiter nach Vietnam und wir in Richtung Südwesten Kambodschas. Wir hoffen wir sehen die 3 bald wieder, vielleicht ja in Indonesien…

 

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