Quito, die höchstgelegene Hauptstadt der Welt

Als nächstes Land stand Kolumbiens Nachbar Ecuador auf unserem Reiseplan. Quito, die höchstgelegene Hauptstadt der Welt, begrüßte uns gleich mit strömendem Regen und erfrischenden 15 Grad. Zu unserer Unterkunft im Colonial House in Quito’s Altstadt dauerte es mit dem Taxi nochmal 1,5 Stunden und wir kamen dort erst spät am Abend an. Vor ein paar Jahren gab es noch einen Flughafen mitten in der Stadt, aber dieser wurde aus Sicherheitsgründen geschlossen und der neue Flughafen sehr weit ausserhalb gebaut.
Quito liegt in einem Tal der Anden auf 2850m über Meeresspiegel und die “dünne” Luft haben wir anfangs wieder mal ziemlich gemerkt. Am Sonntag schauten wir uns die Altstadt, ein Unesco Weltkulturerbe, näher an. Von Dezember bis Mai ist in Ecuador Regenzeit. In Quito regnet es dann meistens erst gegen Nachmittag und somit hatten wir vormittags Glück mit dem Wetter. Quito hat uns wirklich sehr gut gefallen: alte Kolonialhäuser, schöne Plätze, schmale Gassen, dazwischen immer wieder ein paar Händler, z.B. mit Coca-Blättern, frischen Pfirsichen oder Souvenirs. Da Wochenende war, tummelten sich sehr viele Menschen in der Stadt. Auf den Plätzen und in den Gassen tanzten Leute in traditionellen Kleidern und machten Musik. Wir spazierten durch die Stadt und sahen an den Berghängen rund um Quito die vielen kleinen Häuser. Von Quito aus wollten wir in den nächsten Tagen weiter auf die Galapagosinseln fliegen. Wir hatten geplant dort auch eine mehrtägige Bootstour zu machen. Juan von Galapagos Experience hatte uns ein super Angebot gemacht und wir buchten kurzfristig für den nächsten Tag den Flug nach Galapagos. Zwei Wochen waren wir auf Galapagos und kamen danach noch einmal für zwei Tage zurück nach Quito.
Bei unserem zweiten Besuch der Stadt schauten wir uns die Basilica del Voto Nacional an. Steile, schmale Metalltreppen führen von außen auf die Türme der riesigen Kirche. Oben erwartete uns ein toller Ausblick über Quito. Am Nachmittag ließen wir uns noch ein paar typisch ecuadorianische Spezialitäten in einem kleinen Café schmecken: Kartoffelsuppe mit Avocado und Käse sowie heiße Schokolade mit Käse. Die Suppe war super, aber die heiße Schoki schmeckt mir doch besser ohne Käse.
Da wir unzählige Fotos von Galapagos gemacht hatten und unser Blog mal wieder ein bisschen Pflege brauchte, haben wir den nächsten Tag im Gästehaus verbracht und uns dem Blog gewidmet. Am Abend holte uns Juan mit seiner Freundin Isabel ab. Nach einer privaten Stadtrundfahrt in Juans Auto durch die abendliche Altstadt, ging es hoch auf den Hügel “El Panecillo”, wo die Statue der “Jungfrau von Quito” steht. Beim Abendessen hatten wir von dort einen schönen Blick auf die Lichter der Stadt. Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns von Quito in Richtung Nebelwand von Mindo.

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