Taman Negara – Malaysias erster Nationalpark

Unsere Basis für die Erkundung des Regenwaldes “Taman Negara” war das kleine, verschlafene Dorf Kuala Tahan. Zwischen den Perhentian Islands und Kuala Tahan sollten gemäss der Busticketverkäuferin 6h Busfahrt liegen. Letztendlich war es aber mit über 10h unsere bisher längste Busreise. Ziemlich müde kamen wir gegen 18h in unserer Unterkunft, dem Yellow Guesthouse, an.
Am nächsten Tag ging es zunächst mit einem Boot über den kleinen Fluss zum Eingang des Nationalparks. Auf Holzstegen spazierten wir durch den Wald. Dabei sahen wir aber nur wenige Tiere: z.B. ein Waran, ein Eichhörnchen und Riesenameisen. Es gibt hier wohl auch Elefanten, Tiger, Leoparden und Nashörner. Diese verstecken sich aber weit weg von den Wanderwegen im tiefen Dschungel, so dass man sie nicht zu sehen bekommt. Am Abend haben wir eine Dschungel-Nachtwanderung gebucht. Bewaffnet mit Stirnlampen suchten wir zusammen mit dem Guide nach nachtaktiven Tieren. Wir entdeckten Stabheuschrecken, die wie kleine Äste aussehen, riesige Tausendfüßler (auch Doppelfüßler genannt), Geckos, Käfer und verschiedene Spinnen. Das Highlight war eine tellergroße Vogelspinne, die an einem Baumstamm auf Beute lauerte.
Am Samstag stand eine Wanderung durch die Baumkronen des Urwalds (“Canopy Walk”) und auf den kleinen Berg Bukit Teresik auf unserem Plan. Der “Canopy Walkway” besteht aus mehreren schmalen Hängebrücken, die durch die Baumwipfel führen. In einer Höhe von bis zu 40m hat man einen schönen Blick auf und in den Wald. Danach machten wir uns auf den Weg zu dem 344m hohen Berg. Da  fast alle Wanderwege aus Holzstegen bestehen, kam bei uns leider nicht so richtiges Dschungelfeeling auf. Auf dem Rückweg vom Berg fanden wir aber einen kleinen Pfad abseits der Holzwege, der durch den Dschungel bis zu einem Fluss führte. Das war schon viel spannender für uns.
Den Abend verbrachten wir, wie auch die beiden Abende davor, in einem der schwimmenden Restaurants am Fluss. Die anschließende Nacht war leider alles andere als erholsam. Wir hatten nämlich ziemlich unangenehme Mitbewohner: Bettwanzen! Diese raubten uns den Schlaf und wir waren froh am nächsten Morgen das Gästehaus verlassen zu können. Leider hat es den Besitzer wenig gestört, denn er hat bisher nicht sehr viel gegen dieses Ungeziefer unternommen. Nachdem wir uns im Internet schlau gemacht hatten, wissen wir jetzt, dass gegen Bettwanzen nur professionelle Hilfe wirksam ist um sie endgültig loszuwerden. Diese kleinen Biester sind nämlich sehr hartnäckig. Wir hoffen nur, dass wir keine im Gepäck mitnehmen. Das möchten wir nicht noch einmal erleben!
Für die Weiterreise am nächsten Morgen nach Kuala Lumpur haben wir uns für die erste Etappe statt in den Bus in ein Boot gesetzt. Der Regenwald war um diese Zeit noch in Nebel gehüllt und es war schön durch diese friedliche Kulisse zu treiben. Nach 2,5h kamen wir in Kuala Tembling an und von dort ging es nochmal 3h mit dem Bus weiter nach Kuala Lumpur, in die Hauptstadt von Malaysia.

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