Tayrona Nationalpark

Von San Gil fuhren wir mit dem Nachtbus in 12h nach Santa Marta an der Karibikküste und von hier noch eine kurze Taxifahrt bis zum Fischerdorf Taganga. Es liegt in einer Bucht umrahmt von Bergen. Nur die Straße an der Uferpromenade ist geteert, ansonsten gibt es hier nur staubige Schotterpisten in dem kleinen Ort. Dazwischen sieht man Eselskarren und Hühner herumlaufen. Und am Abend legen die Fischerboote an und man kann frischen Fisch kaufen.
Wir haben 3 Nächte im Gästehaus Casa D’mer gewohnt und von hier aus einen Tagesausflug in den Tayrona Nationalpark gemacht. Das ist einer der bekanntesten Parks Kolumbiens. Nach einer Stunde Fahrt kamen wir dort an und starteten unsere Wanderung durch den Wald. Gleich am Anfang stolperten wir über eine Straße von Blattschneiderameisen. Das ist sehr interessant zu sehen wie die kleinen Ameisen Teile von Blättern tragen, die bis zu 5 mal größer sind als sie selbst. Weiter ging es durch den Dschungel bergauf und -ab, an verschiedenen Stränden und Buchten vorbei bis zum Strand Cabo San Juan, wo wir erstmal eine kühle Erfrischung im Meer brauchten. Es war ganz schön heiß. Nach einer Pause im Schatten der Kokospalmen machten wir uns wieder auf den Rückweg. Wir haben auch noch kleine Affen und ein paar Wasserschweine im Dickicht entdeckt. Angeblich soll es hier auch Jaguare geben. Leider haben wir sie nicht gesehen, aber vielleicht haben sie ja uns beobachtet. 😉
Am nächsten Tag mussten wir mal wieder ein bisschen Organisationskram erledigen, Wäsche waschen, Blog, Fotos und die weitere Reise planen.
Am Freitag Vormittag hörten wir laute Musik und Lärm von der Straße. Der Karneval stand vor der Tür und die Bewohner Tagangas machten einen kleinen Umzug zu einem Platz an der Uferpromenade. Hier tanzten und feierten sie ausgelassen in ihren bunten Kleidern. Das war für uns schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf den Karneval in Barranquilla, denn das war unser nächstes Ziel.

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